Verhaltenstherapie Wolter
Verhaltenstherapie Wolter
Verhaltenstherapie Wolter

Paar-, Ehe-, Familien-Beratung und -Therapie

Paartherapie, Eheberatung, Familientherapie
Notwendigkeit einer Paarberatung
Praxisbeispiele

Paartherapie, Eheberatung, Familientherapie
  • Verbesserung Ihrer partnerschaftlichen Kommunikation
  • Erhöhung Ihrer gemeinsamen Genussfähigkeit
  • Erweiterung Ihrer Kompetenz im Familien­management
  • Entwicklung der partnerschaftlichen Kreativität
  • Optimierung des Umganges mit unterschiedlichen Charakterzügen
  • Sensibilisierung des gemeinsamen erotischen Einfühlungs­vermögens
  • Steigerung des gemeinsamen erotischen Erlebens
  • Stabilisierung Ihrer partnerschaftlichen Gefühls­welt
  • Aufbau eines besseren Zeitmanagements
  • Mediation (Vermittlung) zwischen Konfliktparteien
  • Förderung einer sinnvollen und lösungsorientierten Streitkultur
  • Strategien für Ihre gemeinsame Problemlösung entwickeln

Wie erkennen Sie die Notwendigkeit einer Paar­beratung oder Paartherapie?
  • Auf direkt-mentalem Weg:
    Sie sind persönlich oder gemeinsam mit einer Konfliktlage überfordert, alle bisherigen Anstren­gungen führten nicht zu konstruktiven Lösungen. Sie merken deutlich, dass Ihre Kommunikation miteinander gestört ist, es gibt gefühlsmäßige Turbulenzen und Verstimmungen, die kaum auf­lösbar sind.
  • Auf indirekt-symptomatischem Weg:
    Eine/r von Ihnen, oder beide haben ärztlich genauestens untersuchte Beschwerden und Symptome ohne körperlichen Befund, konkrete partnerschaftliche Probleme sind Ihnen nicht oder höchstens als gewisse Ahnungen bekannt.
Praxisbeispiele

Als Paar haben Sie sich gefunden und bildeten einen neuen psychischen Organismus, den Sie "unsere Beziehung" nennen. Dynamik und Gesetzmäßigkeiten dieses vielschichtigen kommunikativen Gewebes sind außergewöhnlich komplex.
Möglicherweise erlebten Sie miteinander in der prägen­den, verliebten Anfangsphase eine faszinierende emotionale und körperliche Gemeinsamkeit. Dieses hohe Maß an Resonanz und die unterschwellige Vorgabe unserer Kultur, eine Paarbildung bedeute den moralischen Auftrag, eine "Einheit" auf-zubauen, ver­dichten sich in vielen Paar­beziehungen zum (teilweise unbewussten) oft sinnlosen "Beziehungsgesetz", unter allen Umständen und in allen erdenklichen Lebenslagen gemeinsame Wege und Lösungen zu finden. Eigen­schaften wie Friedfertigkeit, Kompromiss­fähigkeit, Konstruktivität, aber vielleicht auch Ihre echte gefühls­mäßige Verbindung halfen Ihnen dabei, diesem Ideal oft gerecht zu werden.

Die Grenzen Ihrer Gemeinsamkeit werden jedoch (allen Idealen zum Trotz) immer wieder überfordert. Ihre jeweilige Art, mit unvermeidbaren Kränkungen umzugehen, die natürlichen individuellen Grenzen Ihrer Persönlichkeit aufzu­spüren und Konflikte zu lösen, sind meistens in sehr unter­schiedlichen Entwicklungs- und Erziehungs­prozessen entstanden und stimmen nicht grundsätzlich mit denen Ihres/r Partners/in überein. Frauen und Männer sind ohnehin völlig gleichwertige aber sehr verschiedene psychologische Wesen und wissen vom anderen Geschlecht relativ wenig.

Viele Paare bedienen sich in ihrer hieraus resultierenden Ratlosigkeit eines genauso einfachen wie untauglichen Lösungsmodells:
"Du (Mann) hast genauso zu fühlen und zu denken, wie ich (Frau) es tue!" und "Du (Frau) hast genauso zu fühlen und zu denken, wie ich (Mann) es tue!"

In solchen verhängnisvollen Situationen der psycholo­gischen "Verkeilung" ist es dringend erforderlich, diese gegenseitige seelische Vergewaltigung in ein weitaus toleranteres, staunend-humorvolles Miteinander zu über­führen, nämlich z.B.: "Wie kommt es überhaupt, dass ich einen Menschen mag, der sich von mir derart unterscheidet?"

Ein anderes (nicht minder zerstörerisches) "Lieblings­spiel" von Paaren ist "der ewige Streit um die Reihenfolge". Das geht z.B. so:
"Ich hasse Dich, weil Du immer wieder zu viel Alkohol trinkst" gegen "Ich trinke ausschließlich deshalb so viel Alkohol, weil Du mich hasst!"
oder z.B. so:
"Ich habe kaum Kontakt zu Dir, Du besprichst ja alles mit Deiner Mutter!" gegen "Ich muss ausschließlich deshalb alles mit Mutti besprechen, weil Du keinen Kontakt zu mir hast!"

Das Verteufelte an solchen Störungen ist, dass niemand "Recht" hat und beide "Recht" haben! Es wird in einem sich selbst bedingenden Kreislaufprozess über eine Reihen­folge gestritten, die es nicht gibt.

Die Lebendigkeit einer Paarbeziehung drückt sich auch in einem fortwährenden Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz aus. Verhängnisvoll ist, wenn diese Pole dauer­haft festgelegt werden:
Wenn etwa einer ständig die Nähe des Anderen sucht und der Anderes laufend Distanz schafft.
In einer konstruktiven Paarbeziehung sollten nämlich beide gemeinsam, mit jeweils möglichst gleichen Anteilen Nähe und Entfernung steuern, zwei Tänzern gleich, die sich beide gleicher­maßen vorwärts und rückwärts bewe­gen.

Das Abenteuer "Paarbeziehung" führt grundsätzlich über zahlreiche ähnliche Fallen, Tücken und sich selbst verfestigende zerstörerische Verzahnungen. Solche Verstrickungen (sind Sie einmal zustande gekommen), lassen sich kaum ohne professionelle Hilfe auflösen.
Viele dieser Konflikte und Problemfelder sind Ihnen be­kannt, Sie haben schon oft gemeinsame Lösungen gefunden. In manchen Fällen sind Sie jedoch mit dem "Konflikt-management" in Ihrer Beziehung überfordert.
Das ist kein persönliches oder partnerschaftliches Versagen, Sie sind "Bestandteil" Ihrer Partnerschaft und können naturgemäß nie über die Objektivität eines Außen­stehenden in Bezug auf die eigene Paardynamik verfügen.